Auf dem spanischen Jakobsweg – Zubiri

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Nach St.-Jean-Pied-de-Port und Roncesvalles führt der Weg weiter nach Zubiri, einem kleinen verschlafenen Weiler inmitten der Pyrenäen. Mehr als die Namensbedeutung – auf baskisch „Dorf an der Brücke“ – ist auch heute nicht vorzufinden. (23km)

Von Roncesvalles bis nach Zubiri (23km)

Das wäre dann geschafft. Heute morgen hingen die Wolken noch tief, rissen jedoch im Tagesverlauf auf, so dass ich nun bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 28 Grad im Refugio von Zubiri sitze und meine Füße nicht mehr spüre. Meinen Rücken dafür umso deutlicher. Was zwölf Kilogramm auf dem Rücken so alles bewirken können?

Immer wieder führt der Weg durch kleine, scheinbar verlassene Ortschaften.

Heute war ich den ganzen Tag allein unterwegs und konnte das erste Mal meinen Gedanken nachhängen. Was einem da so alles durch den Kopf geht, wenn der Alltag mal hinten angestellt und nicht mehr so wichtig ist. Ich kann Euch sagen… 🙂 Obwohl nur 22 Kilometer lang, zog sich der Weg ganz schön in die Länge. Wer hätte gedacht, dass ich für diese Strecke 6 Stunden brauchen würde und zwischendurch nur mal kurz im Supermercado einkaufen war? Das Pyrenäen-Vorland ist halt ein wenig wie der Thüringer Wald und nicht wie Berlin. Da konnte ich noch mit durchschnittlich 6 Kilometern pro Stunde glänzen. Hier sind es gerade mal 3,5. Stetig geht es bergauf und bergab und damit ganz schön in die Beine.

Auf die Berge und am anderen Ende wieder herunter.

Das Refugio ist in einer alten Schule untergebracht und wartet mit zwei Klassenzimmern auf, in denen jeweils 20 Doppelstockbetten stehen. Sehr einladend wirkt das Ganze nicht, aber wir werden sehen, ob das beim Schlafen hilft. Zum Glück habe ich meine Ohrstöpsel eingepackt…

Informationen

Sven Becker
Sven Becker
In Dresden aufgewachsen, in Berlin eine neue Heimat gefunden, starte ich von hier in die Fremde. Mal mit Rucksack, mal ohne. Mal in die Berge, mal an den Strand. Aber immer mit offenen Augen. Denn Abenteuer gibt es an jeder Ecke...

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