Schlagwort: Wanderung

Tiefer Grund voraus

Farben des Winters

Manche nennen ihn den Balkon der Sächsischen Schweiz, andere den schönsten Gipfel des Elbsandsteingebirges. Die Sicht vom Brand soll inspirierend sein.

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Auf dem Hermannsweg – Tag 2

Von Oerlinghausen zum Hermannsdenkmal (19km)
Der nächste Morgen überrascht mich mit Veränderungen. Über Nacht sind die Temperaturen von gestern Abend 25 auf heute nur noch 8 Grad gesunken. Dicke, schwere Wolken hängen am Himmel aus denen es hin und wieder regnet. Die Eisheiligen haben Einzug gehalten und mit aller Erbarmungslosigkeit meine kurze Hose in die unterste Ecke des Rucksacks verbannt. Das war zwar abzusehen (ein Hoch auf die präzise Wettervorhersage) fühlt sich aber dennoch echt unschön an. Es ist kalt und mir friert’s. Höchste Zeit also, den Wanderstiefel zu schnüren und die heutigen Kilometer mit etwas mehr Tempo anzugehen.

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Auf dem Hermannsweg – Tag 1

Von Bielefeld nach Oerlinghausen (15km)
Die Stadt Bielefeld, den Startpunkt meiner Wanderung auf dem Hermannsweg im Teutoburger Wald, erreiche ich nach gut 2,5 Stunden mit dem Zug. Wie bei allen Großbahnhöfen scheint auch dieser das typische Klima von Reisenden, Verwirrten und Drogendealern in sich zu vereinen. Ein bißchen Uringeruch und Taubenkacke noch dazu: voila, fertig ist der erste Eindruck. Der wird auch nicht besser, als ich den Bahnhof eiligen Schrittes in Richtung Vorplatz verlasse. Erst die Fußgängerzone in der Stadtmitte weiß mich mit den beiden sehenswerten Kirchen umzustimmen.

Als ich endlich nach 3 Kilometern die Burg auf dem Sparrenberg erreiche, bin ich jedoch vollends versöhnt. Der Ausblick von eben dieser läßt mein Wanderherz höher schlagen. Grüne Wälder, Sonnenschein von blauem Himmel und eine Hochzeit, die auf der Burg gefeiert wird. Na wenn das mal keine guten Aussichten für die nächsten drei Tage sind.

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Tolkien’s Mittelerde liegt eigentlich in Böhmen

Die Wolken hängen tief. Ihr Grau drückt aufs Gemüt und lässt die Luft schwül und schwer werden. Grillen zirpen, Mücken schwirren hektisch im Unterholz und Vögel suchen Schutz in dichten Bäumen. Als ahne die Natur, dass sich etwas anbahnt und näher rückt. Ich ahne es nicht. Trotz der Wetterwarnungen wage ich mich in die Untiefen der Böhmischen Schweiz im Elbsandsteingebirge, genauer in die Edmundsklamm nahe Hrensko. Von einem Schauer lasse ich mich doch nicht erschrecken, habe ich doch schon größere Wetterunbilden überstanden.

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