Sieben Seen Weg – Julische Alpen – Tag 1

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Es ist wie so oft. Wir starten bei 32 Grad Sonnenschein unsere Autofahrt in den Süden, genauer Südosten, wissen vor lauter Hitze nicht welches Fenster wir noch aufmachen sollen, da alle bereits geöffnet sind, durchqueren nebenbei Österreich und die Alpen, nur um unser Ziel am Ende bei 14 Grad und Dauerregen zu erreichen. Einladend klingt irgendwie anders.

Der Bohinjisko-See. Nach stundenlangem Sonnenschein endlich mal ein anderes Bild.
Der Bohinjisko-See. Nach stundenlangem Sonnenschein endlich mal ein anderes Bild.

Ankunft am Bohinjsko jezero

So kommen wir am frühen Nachmittag auf dem Zeltplatz Zlatorog in Ukanc an, warten einen weiteren Regenguss ab und bauen unser Zelt unter dem schützenden Blätterdach eines dichten Baumes auf. Da es Sommer und noch immer hell ist, tauschen wir kurzerhand die leichte Kleidung gegen wetterfeste und machen uns auf, die nähere Umgebung zu erkunden. Wir, das sind einmal mehr mein Bruder und ich, haben uns das Ziel gesetzt, den Sieben-Seen-Weg in den Julischen, dem slowenischen Teil der Alpen zu erwandern. Beschaulich schön soll er sein, gerade in der Vorsaison, wo noch alle Hütten geschlossen und nur wenige Menschen anzutreffen sind.

Der Savici-Fluss: aufgrund des Regens der letzten Tage ein strömender, sonst eher ein plätschender Bach.
Der Savici-Fluss: aufgrund des Regens der letzten Tage ein strömender, sonst eher ein plätschender Bach.

Doch vorerst nutzen wir das letzte Tageslicht, umrunden den See in Richtung Savici-Hütte und hinauf zum gleichnamigen Wasserfall. Dieser ist, da es in dieser Gegend wohl die letzten Tage fast durchweg geregnet hat, ein kräftig strömender und jede Menge Nass flutet hinunter ins Tal. Im dichten Nebel liegt der See, die Berge verborgen in weißem Schaum. Dennoch lassen wir uns nicht entmutigen. Wir sind schließlich nicht die ganze Strecke gefahren, um uns von dem bisschen Regen die Laune verderben zu lassen. Wir haben uns ein Ziel gesetzt und das wollen wir auch erreichen.

Kleine Nebelschwaden über dem See. Ach was, wer braucht schon Sonne...
Kleine Nebelschwaden über dem See. Ach was, wer braucht schon Sonne…
Da rauscht das Nass in die Tiefe. Und laut. Ein Donner ist ein Scheißdreck dagegen.
Da rauscht das Nass in die Tiefe. Und laut. Ein Donner ist ein Scheißdreck dagegen.

Im letzten Licht der Dämmerung erreichen wir unser Zelt, genehmigen uns noch ein warmes Abendessen und haben so schon mal die ersten 6 Kilometer auf dem Tacho. Schließlich wollen wir nicht aus der Übung kommen, sondern in selbiger bleiben.

Tja, wenns hier Sonne gäbe, könnte man auch baden gehen. Aber so...
Tja, wenns hier Sonne gäbe, könnte man auch baden gehen. Aber so…

Alle Artikel der Wanderung durchs Sieben-Seen-Tal in den Julischen Alpen:
Sieben Seen Weg, Tag 1
Sieben Seen Weg, Tag 2
Sieben Seen Weg, Tag 3
Sieben Seen Weg, Tag 4
Sieben Seen Weg, Tag 5

Geschrieben von

Sven Becker

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