Auf dem spanischen Jakobsweg – Roncesvalles

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Jetzt wird es ernst auf dem spanischen Jakobsweg, dem Camino Frances. Von St.-Jean-Pied-de-Port führt die erste Etappe gleich mal 1.200 Höhenmeter hinauf und danach wieder hinab bis nach Roncesvalles (24km).
Im Nebel geht es über den Gebirgspass der Pyrenäen
Im Nebel geht es über den Gebirgspass der Pyrenäen

Von St.-Jean-Pied-de-Port bis nach Roncesvalles (24km)

Ich gebe es gleich zu: ich habe geschummelt. Um die Strapazen des ersten Tages zu mindern, fahre ich die ersten 9 km mit dem Taxi zum Örtchen Orrisson. Von St. Jean bis dahin geht es steil bergauf und das tut es die nächsten 8 Kilometer auch noch. Satte 1200 Höhenmeter wollen dabei überwunden werden und ich denke, ich muss nicht alles gleich am Anfang haben.

Anfänglich wandere ich in den Wolken und im tiefen Nebel. Die Temperaturen sind zwar für das Wandern angenehm, jedoch insgesamt zu frisch, zu kühl. Doch dann, nachdem der schwerste Anstieg geschafft ist, brechen die Wolken auf und die Sonne kommt durch. Was für ein Anblick die Pyrenäen doch sind. Obwohl an höchste Stelle nur 1430 Meter hoch, bin ich schon lange über die Baumgrenze gekommen. Der starke Wind, der hier oben geht, lässt einfach nichts gedeihen. Schafe, Kühe und Pferde grasen in aller Ruhe und genießen Hoheitsrecht.

Auf dem Gipfel stehen in den Alpen Kreuze, hier Marienstatuen. Ganz in der Nähe soll sich mal ein Pilgerhospital befunden haben. Gibts aber nicht mehr.

An der Virgen d’Orrisson vorbei geht es steil bis zum Pass hinauf, von welchem es nun die letzten 5 Kilometer auch wieder steil bergab geht. Ein Hoch auf die trainierten Beine. Hätte ich vorher nicht trainiert, wäre dies wahrscheinlich mein erster und letzter Tag gewesen. Aber so schmerzt der Rücken aufgrund des schweren Rucksacks mehr, als es die Beine tun.

Hier bekam auch ich als überzeugter Agnostiker meinen Pilgersegen. Sieht von außen kleiner aus, als sie sich von innen zeigt.

In Roncesvalles angekommen hole ich mir den obligatorischen Stempel für meinen Pilgerpass und hoffe, noch irgendwo ein freies Zimmer zu bekommen. Unterwegs lerne ich Alex kennen, einen pensionierten Diplom-Ingenieur, mit dem ich mich angeregt unterhalte. Zum Glück verspürt er ebensowenig Lust auf die 120 Betten in einem fensterlosen Saal, wie ich. Und so teilen wir uns ein Zimmer in der Herberge, in der auch schon Hape Kerkeling schlief.

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