Ponferrada

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Gelaufene Kilometer: 404km – Gesamtkilometer: 580km

Das heutige Ziel Ponferrada, ganze 27km von Fancebadon entfernt, war kein leichtes. Ging es gestern die ganze Zeit bergan, mussten dann heute die ganzen Höhenmeter (an der Zahl 1100) auch wieder nach unten gegangen werden. Und das ziemlich steil. Meine Knie singen jetzt noch…

Da klingeln die Knie, da zittern die Beine. Geschlagene 12 Kilometer ging es so bergab.
Da klingeln die Knie, da zittern die Beine. Geschlagene 12 Kilometer ging es so bergab.

Irgendwann hatte ich dann auch die Schnauze gestrichen voll, und setzte mich, obwohl bereits Mittag, in die nächste Bar, bestellte mir einen Burger und relaxte. Eine ganze Stunde lang. Habe ich sonst immer erst gemacht, wenn das Tagesziel erreicht war. Aber heute war mir halt mal so. Und so langsam gewöhne ich mich an die Hitze. Heute kam es mir schon nicht mehr so warm vor, wie die letzten Tage, obwohl das Thermometer nach wie vor 28 Grad anzeigt und ich gar nicht so viel trinken kann, wie ich schwitze.

Selfie in Ponferrada. Mittlerweile schon wieder Mittag und knapp 30 Grad warm.
Selfie in Ponferrada. Mittlerweile schon wieder Mittag und knapp 30 Grad warm.

Als ich mein heutiges Tagesziel Ponferrada dann erreiche, fühle ich mich nach Berlin-Hohenschönhausen versetzt. Nur eben ohne den Rest Berlins. Ich habe das Gefühl, hier hat sich jemand städtebaulich mal so richtig ausgetobt und ordentlich daneben gegriffen. Ist die Vorstadt noch mit modernen Villen (allesamt mit Pool) gesäumt, ist das Zentrum dagegen eine Neubau-Betonwüste sondersgleichen. Da hilft auch die Kathedrale und das Templer-Castillo nicht hinweg. Das will erst mal in dieser Art verbockt werden und war ein ordentlicher Griff in die Kloschüssel. Zumindest aus meiner Sicht.

Wenn man Anfänger an den Baustoff Beton lässt, kommt so etwas dabei heraus...
Wenn man Anfänger an den Baustoff Beton lässt, kommt so etwas dabei heraus…

Dafür ist die Herberge (200 Betten !!!!! So viele Ausrufezeichen gibts gar nicht.) sehr angenehm. Die Betten verteilen sich auf mehrere Zimmer, so dass in keinem mehr als 10 Schlafplätze zu finden sind und die Hospitaleros sind wirklich sehr zuvorkommend. Die bei dieser Menschenmasse zu erwartende Schlange beim Einchecken wird mit Tee und Obst empfangen. Im Gegensatz zur letzten Herberge, ist diese aus ganzem Herzen zu empfehlen. Schon allein wegen der gregorianischen Gesänge, die über den Hof schallen.

Ist die Ortschaft auch noch so hässlich, irgendwo findet sich immer noch eine Jakobsmuschel.
Ist die Ortschaft auch noch so hässlich, irgendwo findet sich immer noch eine Jakobsmuschel.

Geschrieben von

Sven Becker

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