Lustwandeln auf Sächsisch

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Kein Wochenende in der Heimat, in der nicht auch das nähere Umfeld, die Sächsische Schweiz oder zumindest ein wenig Kultur getankt wird. Gern und am liebsten alles auf einmal. Wer das sucht ist — genau wie ich — im sächsischen Raum bestens aufgehoben. Wurde doch hier dank August dem Starken Geschichte und Natur eng miteinander verbunden. Ein besonderes Schmankerl, und seit Kindheitstagen nicht mehr von mir besucht, ist der Barockgarten Großsedlitz, der jeweils von Pirna oder Heidenau auf gemütlichen Wanderwegen gut zu erreichen ist.

Kein Wochenende in der Heimat, in der nicht auch das nähere Umfeld, die Sächsische Schweiz oder zumindest ein wenig Kultur getankt wird. Gern und am liebsten alles auf einmal. Wer das sucht ist — genau wie ich — im sächsischen Raum bestens aufgehoben. Wurde doch hier dank August dem Starken Geschichte und Natur eng miteinander verbunden. Ein besonderes Schmankerl, und seit Kindheitstagen nicht mehr von mir besucht, ist der Barockgarten Großsedlitz, der jeweils von Pirna oder Heidenau auf gemütlichen Wanderwegen gut zu erreichen ist.

Die obere Orangerie

Der Haupteingang mit seiner betonierten Abstellfläche für PKW und Bus wirkt zwar nicht sonderlich einladend, wozu auch das biedere Kassenhäuschen, das einem 4,- € Gebühr abknöpft, nicht ansatzweise beiträgt, doch dahinter tut sich eine barocke Welt voller Zauber, Firlefanz, Blumen und Putten aller Art auf. Verspielt, wie der Geschmack des italienischen Barock es vorgibt, sind die Gartenanlagen liebevoll restauriert und nach alten Plänen wieder neu aufgebaut.

Die untere Orangerie

Über Treppen und breite Wege, gesäumt von zum Teil noch original erhaltenen Skulpturen, kleinen Springbrunnen und verschwiegenen Ecken tauche ich immer tiefer in dieses Labyrinth, werde verzaubert von eindringlichen Düften und bin beeindruckt von der rhythmischen Anordnung der Gehölze und Sträucher. Über Kaskaden muss dereinst das rauschende Wasser geflossen sein, wie heute beim Anblick dieser harmonischen Anordnung nur noch zu erahnen ist. Was aus meinem Munde übertrieben klingen mag, ist es nicht. Mein subjektiver Eindruck findet Bestätigung, gilt doch der Barockgarten Großsedlitz als einer der schönsten und authentischsten Barockgärten Deutschlands.

Ein Besuch lohnt allemal. Darüber sind sich meine Familie, die mich an diesem Tag begleitet hat und ich einig. Und wenn man von Heidenau über Großsedlitz nach Pirna wandert, hat man auch gleich eine Tageswanderung, die an Schönheit und eindrücklicher Eleganz dem Elbsandsteingebirge — der Sächsischen Schweiz — in nichts nachsteht.


Geschrieben von

Sven Becker

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Auf den Lilienstein

Das Schöne am Elbsandsteingebirge ist, dass es in ihm Gipfel zu Hauf‘ und für jedermann gibt. Von einfach (ich sag‘ nur: das schaff‘ ich mit links) bis hin zu höchsten Schwierigkeitsgraden ist für jeden Geschmack etwas dabei. Einer von eher letzterer Sorte ist der Lieblingsberg meiner Mutter und ein Prachtexemplar sächsischer Tafelberge. Ein Solitär gefangen in der Königsteiner Elbschleife, ein Unikat beschwerlicher Aufstiege. Die Rede ist vom Lilienstein. Und um ihn – bzw. auf ihn – geht es jetzt.

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Auf die Schrammsteine

Beeindruckend. Bizarr und prähistorisch. Einfach monumental. Diese und noch viele weitere Beschreibungen werden dem Wanderer sicher beim Betrachten der zerklüfteten und zerschrammten Sandsteinfelsen einfallen, die wie riesige Pilze aus dem Wald in den Himmel ragen. Einst steinzeitlicher Meeresboden ist das Wasser mittlerweile gewichen. Oder hat vielmehr seinen Weg in Form des Flusses Elbe einige hundert Meter tiefer gefunden. Denn heute, am Tag zwei meiner Wanderung in der Sächsischen Schweiz, begebe ich mich auf die ausgetretenen Pfade der Schrammsteine. Dieser einmaligen Landschaft voller Canyon’s, die den direkten Vergleich mit dem amerikanischen Pendant nicht zu scheuen braucht.

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