Happy Birthday: 50 Jahre Gore-Tex

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Werbung Wer gern draußen ist, kommt um sie einfach nicht herum. Vor allem Outdoor-Enthusiasten dürfte ihr Name ein Begriff sein: die Gore-Tex-Membran. Mein persönlicher Eindruck zum 50. Geburtstag.

Ein jeder kennt die Eigenschaft, die wenigsten die Geschichte

Jetzt wird’s chemisch. Schon als Student experimentiert Robert W. Gore mit Polymeren auf Kohlenwasserstoffbasis und stellt dabei fest, dass bei schnell ausgeführter Verformung bestimmte Molekülketten nicht reißen, sondern eine mikroskopisch-poröse Struktur bilden. Er gibt dieser Entdeckung einen Namen, der aber so schwer zu merken und auszusprechen ist, dass sie nur unter Chemikern Verwendung findet.

Nach erfolgreicher Probe setzt er die Erforschung dieser Verkettungen solange fort, bis sich 1969, der US-amerikanische Chemiker und Erfinder ist da erst 32 Jahre alt, patentierfähige Ergebnisse erzielen lassen. Die verfeinert er in Verbindung mit anderen Stoffen, vor allem einer Funktionsfaser, die seine Membran weltberühmt machen soll. Seitdem tritt das dabei entdeckte und bis heute einzigartige und unübertroffene Material seinen Siegeszug an: Gore-Tex. Mit anderen Materialien im Verbund ist es unschlagbar und mittlerweile für Extremsportler genauso wie für Teilzeit-Wanderer unverzichtbar.

Alps, Europe | Fabrizio Conti
Alpen, Europa | Fabrizio Conti

Wie funktioniert Gore-Tex eigentlich genau?

Drei Eigenschaften sind der von Robert W. Gore entwickelten Membran eigen, die so kein anderes Material von Haus aus aufweist: winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv. Einfach zu groß sind bei Wolle & Co. die Lücken zwischen den Fasern und ermöglichen Wasser und vor allem Wind fast ungehindertes Hindurchkommen. Für den Träger dieser Sachen gereicht das bei Wind und Wetter, vor allem aber bei Regen, enorm zum Nachteil. Feuchtigkeit sammelt sich in der Kleidung, der Körper beginnt auszukühlen oder gar an empfindlichen Stellen zu scheuern.

So wie man sich auf das Material zu 100% verlässt, verlässt man sich auch auf seinen Partner am Berg. Das ist stillschweigendes Verständnis. 100%iges Vertrauen in den Anderen!

Philipp Brugger & Philipp Reiter

Nicht so bei Gore-Tex. Zum Einen sind die porösen Verbindungen der Membran so engmaschig, dass weder Wasser noch Wind sie durchdringen kann. Zum anderen gelangt durch Bewegung entstehender Körperdampf ungehindert hindurch und sorgt damit für einen Abtransport darin enthaltener Feuchtigkeit. Die kann nun innerhalb der Kleidung nicht mehr kondensieren und der Körper bleibt trocken. Quasi eine Win-win-Situation für Träger und Kleidung.

Pian delle Betulle, Italy | Asoggetti
Pian delle Betulle, Italien | Asoggetti

Chemie + Chemie = Wie steht es um die Nachhaltigkeit?

Sowohl Gore-Tex als auch vielen Funktionsfasern ist gemein, dass sie chemisch hergestellt werden. Als Marktführer fällt auf die Firma W. L. Gore & Associates, welche die Membran herstellt und vertreibt, natürlich besondere Aufmerksamkeit. Nicht nur, dass die Entsorgung der Produkte als problematisch gilt, auch sagt man den zur Herstellung verwendeten Fluor-Kohlenstoffverbindungen gesundheits- aber vor allem umweltschädliche Eigenschaften nach. Wobei angemerkt werden sollte, dass PTFE, also die Polymerverbindung oder die Membran an sich, weder bedenklich noch gefährlich sind.

Doch Gore hat die Probleme erkannt. So setzt die Firma seit 1986 keine Klebstoffe mehr ein, die schädliche Lösungsmittel beinhalten. Darüber hinaus wird die Produktion bis zum 55-jährigen Bestehen des Materials in vier Jahren komplett frei von umweltschädlichen Zusatzstoffen erfolgen. Was noch nicht ganz so einfach ist, da Qualität, Langlebigkeit und gewohnte Eigenschaften genauso erhalten bleiben sollen, wie es der Wanderer, Kletterer oder Bergsteiger bisher gewohnt ist.

Photo by Jackman Chiu on Unsplash
Franz Josef Glacier, Neuseeland | Jackman Chiu

Stichwort: #TestedForLife

Obwohl Gore-Tex über einen Marktanteil von fast 90 Prozent verfügt und sich eigentlich darauf ausruhen könnte, wird auch zukünftig verstärktes Augenmerk auf die Forschung und Weiterentwicklung der Membran gelegt. Dabei geht die Firma neue Wege und setzt verstärkt auf Endverbraucher. Egal ob Extremsportler oder Influencer, Bergsteiger oder Trailrunner – die Zusammenarbeit mit namhaften Größen des Outdoor-Sports bietet dem Unternehmen Einblicke in tatsächliche Bedürfnisse und Erfahrungen.

Nach Athleten wie Tamara Lunger und Daniel Jung dürfen die beiden Freunde Philipp Brugger und Philipp Reiter zurzeit neue Produkte testen und erste Erfahrungen mit der Gore-Tex Pro-Serie sammeln. Man darf also gespannt sein, was sich der Hersteller zukünftig noch einfallen lässt.

Einen ersten Eindruck gibt es schonmal in diesem Video der beiden Ski-Bergsteiger:

Meine Erfahrungen mit Gore-Tex

Ja, auch ich besitze das ein oder andere Teil mit der von Robert W. Gore entwickelten Membran und möchte sie nicht mehr missen. Gerade bei meiner Wanderung im Dauerregen durch die Julischen Alpen wär ich ohne die wasserdichte Membran ganz schön aufgeschmissen gewesen. Dank wasserdichter Hose, Jacke und Rucksackhülle blieb nicht nur ich, sondern auch die Nudeln im Backpack schön trocken.

Kleidung im Zwiebelschicht-System ist dank Gore-Tex nun auch für mich keine finanzielle Herausforderung mehr. Vielmehr alltäglich. Gerade im Sommer reicht mir ein T-Shirt unter der Jacke, um bei Regenschauern trocken aber vor allem ohne Erkältung ans Ziel zu kommen. Und auch bei Schuhen aus dem Material kann Gore-Tex seine volle Stärke ausspielen. Eine Wanderung bei Regen und Matsch, durch Pfützen und Schlamm macht gleich doppelt so viel Spaß, wenn man darauf vertrauen kann, dass die Füße trocken bleiben.

Kleiner Tipp:
Wer Kleidung trägt sollte sie hin und wieder auch waschen. Doch Vorsicht! Normale Waschmittel verkleben die Poren und schränken die Funktion der Membran gehörig ein. Besser ist es hier, speziell entwickelte Reinigungsmittel zu nutzen, die explizit für Gore-Tex & Co. entwickelt wurden. Da mach ich jetzt ausnahmsweise mal keine Werbung für ein bestimmtes Produkt, sondern verweise auf den Drogeriemarkt Deines Vertrauens.


Das Titelbild ist von Toomas Tartes, die weiteren Fotos (in ihrer Reihenfolge) sind von Fabrizio ContiasoggettiJackman Chiu — alle von Unsplash. Das Video ist von Gore-Tex.

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