Baden & Sightseeing in Mergozzo

Was anfänglich nach einer neuen Käsesorte klingt, ist in Wirklichkeit ein kleines Fischerdorf unweit des Lago Maggiore. Scheinbar unbedeutend und überschaubar ruht Mergozzo im westlichen Teil und bietet den knapp über 2.000 Einwohnern Zuflucht und Heim. Dementsprechend beschaulich empfängt mich dieser Ort. Was aber auch daran liegen kann, dass es heute erneut regnet und die Temperaturen alles andere als hochsommerlich sind. Um nicht schon wieder einen faulen Tag mit Buch und Wein am See zu verbringen, wage ich mich ins Hinterland und werde angenehm überrascht.

Baveno, die kleine Schwester von Stresa

„Die beiden Städte besitzen Weltruhm“, sagt man. Stresa mehr noch als Baveno. Dafür gilt erstere im Sommer von Touristen völlig überlaufen, letztere als Geheimtipp noch einigermaßen bezahlbar. Stapeln sich die Sonnenhungrigen in der Einen, finden Genießer in der Anderen ihr eigentliches Eldorado. An der Straße zwischen den beiden Orten haben die Hoteliers schon früh den kommerziellen Geist geweckt und eine Bäderarchitektur etabliert, die so nicht einmal in Bellagio am Comer See zu finden sein soll. Grund genug also, mich der kleinen Schwester zu widmen und die große einfach südlich liegen zu lassen.

Auf den Borromäischen Inseln im Lago Maggiore

Folgt man von Mailand kommend nicht dem Hauptstrom der Touristen in Richtung Schweiz, sondern biegt in Höhe Stresa in den linken Seitenarm des Lago Maggiore ein – vorausgesetzt natürlich man bewegt sich per Schiff – wird man alsbald auf eine Gruppe kleiner Inseln stoßen, die wie Perlen aufgereiht entlang des Ufers im Wasser liegen. Das dürften dann wohl die Borromäischen Inseln sein. Idyllisch, italienisch und völlig touristisch beheimatet lediglich eine von ihnen dauerhaft Einwohner. Gemäß der letzten Volkszählung genau 55 an der Zahl! Die Legende wagt darüber hinaus sogar zu behaupten, dass selbst Napoleon auf einer dieser Inseln genächtigt haben soll. Naja, groß genug für den kleinen Mann sind sie ja. Und prachtvoll anzusehen auch noch. Ob sie allerdings dem ganzen Touristenstrom standhalten können, der sich mit Fähre und Schiff tagtäglich hierher quält, will erst noch überprüft werden.

Eine Reise zum Lago Maggiore

Es rattert ordentlich, als das Flugzeug in Milano-Malpensa aufsetzt. Es ist neun Uhr morgens und die Wolken hängen noch immer tief. Dennoch freue ich mich, wieder einmal in Italien zu sein. Dieses Mal jedoch nicht im äußersten Süden, der um diese Jahreszeit einfach viel zu heiß ist, sondern komplett entgegengesetzt. Schwärmten meine Eltern stets von den italienischen Seen des Nordens, besonders vom Gardasee, machte mich das neugierig und zog mich ebenfalls an einen von ihnen. Den Finger auf die Karte gehalten und geschaut, an welchem er gelandet ist: Lago Maggiore. Nun denn: auf gehts. Auch wenn das Wetter alles andere als sommerlich wirkt, lasse ich mir die Laune nicht verderben und reise.

Die Basilika San Giovanni Tereste bei Bivongi

Hat man genug von der Westküste Kalabriens, kann man sich gern durch den Dschungel des Aspromonte-Nationalparks schlagen (oder eben auch wandern) und wird an der Ostküste weiterer, interessanter Sehenswürdigkeiten fündig. Ein solches Kleinod aus frühester Besiedlungszeit stellt das etwas abseits gelegene Kloster von Bivongi dar. Bereits im 9.Jhd. erstmals erwähnt, bildet es nach einigen kurzen […]

Zu den Grotten von Zungri

Von Tropea kommend, führt der Weg steil durch kleine Olivenhaine, über stoppelige Felder und zum Teil verlassene Höfe wieder hinauf in die Berge. Dort soll es, zumindest den Äußerungen einiger Einheimischer nach, Reste einer längst vergangenen Zivilisation geben. Der Sonne trotzend mache ich mich auf den Weg, auch wenn es heiß und ziemlich schattenlos ist. […]

Tropea – Perle des Tyrrhenischen Meeres

Aus den Bergen kommend, offenbart sich schon beim kurzen Blick in Richtung Meer die Erhabenheit und Einzigartigkeit dieser Stadt. Auf einem schroffen Felsen gelegen, thront sie als Bastion gegen Wind und Wetter, war einst Festung gegen Räuber jeglicher Art. Fürwahr, bei einer Stadtumrundung raubt es einem bei so viel mittelalterlicher Eleganz und Schönheit schier den […]

Capo Vaticano und Monte Poro

Dereinst gab es eine wunderschöne und von jedem Manne und Weibe bewunderte Frau. Ihr Name: Canfora. Sie war bei allen beliebt, von jedermann geschätzt und sah hinreißend, wenn nicht gar umwerfend aus. Wir würden heute vermutlich sagen: ein richtig heißer Feger. Doch zu jener Zeit hatten die Sarazenen in Kalabrien das Sagen und offenbar keine […]

Reisetipp: Kalabrien

Die älteste Erwähnung Kalabriens fand mal nicht urkundlich, sondern in einer Überlieferung oder besser in einer Geschichte, einem Märchen, einer Sage statt. Homers Odysseus, der kräftezehrend den Sirenen trotzte, mit Zyklopen kämpfte und schönen Frauen widerstand, machte nach der Eroberung Trojas zunächst mit der Meerenge von Messina Bekanntschaft, bevor er an der kalabrischen Küste Schiffbruch […]