Zur Burgruine Schaumburg

2019_tB_Logomarke_white

weiterlesen

Gefühlt trägt jede zweite Burg den Namen Schaumburg, aber nur die eine ist auch nach dem tatsächlich existierenden Geschlecht der Schaumberger benannt. Zwar ist sie heute nur noch eine Ruine, dafür aber jedermann zugänglich. Eine kurzweilige Wanderung führt direkt zu ihr.
Nachzeichnung des Grabungsplan der Burgruine Schaumburg bei Schalkau. © Sven Becker
Nachzeichnung des Grabungsplan der Burgruine Schaumburg bei Schalkau. © Sven Becker

Hossa, heute wird’s geschichtlich. Denn das heutige Wanderziel ist eng verknüpft mit dem namengebenden Adelsgeschlecht. Die Schaumburg, ursprünglich zwar benannt nach dem Berg, auf dem sie stand – dem „Schauenden Berg“ – gehörte aber bereits 1180 in ihrer urkundlichen Ersterwähnung dem Geschlecht der Schaumberger, einer im thüringisch-fränkischen Raum sehr bedeutenden Familie. Doch dazu später mehr. Denn erst einmal müssen wir uns ja auf den Weg machen.

Der Aufstieg zum Gipfel des Schauenden Berg, des Schaumberg.
Der Aufstieg zum Gipfel des Schauenden Berg, des Schaumberg.

Wanderung von Eisfeld zur Schaumburg

Und der beginnt in Eisfeld. Genauer am Eisfelder Bahnhof. Von dort führt ein nur spärlich ausgeschilderter Wanderweg in Richtung Streudach, einem Vorort der Stadt. Hier begeben wir uns in den Wald, erklimmen die ersten Höhenmeter, folgen dem Wanderweg entlang der Bahntrasse über Heid bis nach Katzberg und sehen schon bald die ersten Mauerreste zwischen den Baumwipfeln. Die Höhenmeter weiter hinauf, vorbei am Gasthof zu Füßen der Burgruine, stehen wir alsbald inmitten historischer Mauerreste. Denn viel mehr als diese sind von der Burg leider nicht mehr erhalten. Zwar bemüht sich ein Verein mit allen Kräften diese archäologisch aufzuwerten, aber wie überall auch – oder gerade hier: es fehlt am nötigen Geld. Somit bleibt ein romantisches Idyll, welches mit etwas Phantasie ganz prächtig ins Mittelalter entführt.

Wieder ans Tageslicht beförderte Zeitzeugen vergangener Jahrhunderte: der innere Ring der Wallanlage.
Wieder ans Tageslicht beförderte Zeitzeugen vergangener Jahrhunderte: der innere Ring der Wallanlage.

Und genau da stehen wir jetzt. Inmitten thüringer Geschichte, inmitten der Mauerreste von Kasematten, Wohngebäuden, Wehrtürmen. Auch dem eingangs erwähntem Adelsgeschlecht erging es nicht viel besser. Denn im Jahr 2002 starb der letzte männliche Nachkomme, erlosch das Geschlecht. Auch dieses also nur noch Geschichte…

Hinweisschilder geben Auskunft und informieren über vergangene Zeiten. Ein Dank der Interessengemeinschaft Ruine Schaumburg.
Hinweisschilder geben Auskunft und informieren über vergangene Zeiten. Ein Dank der Interessengemeinschaft Ruine Schaumburg.

Weiter bis nach Schalkau

Direkt zu Füßen der Burgruine Schaumburg ist schon das Ziel der Wanderung auszumachen: Schalkau. Dem Wegweiser folgend gelangen wir wenig später am Bahnhof an und können entscheiden, ob wir direkt mit dem ÖPNV zurück fahren oder lieber doch noch einen warmen Kaffee im naheliegenden Gasthaus zu uns nehmen. Denn letzteres lohnt den Besuch genau so wie die Burgruine. Ein kleines verstecktes Highlight – ein Kleinod thüringischer Geschichte.

Ein toller Blick ins Schaumburger Land wird dem gewährt, der bei guter Sicht den Berg hinauf wandert.
Ein toller Blick ins Schaumburger Land wird dem gewährt, der bei guter Sicht den Berg hinauf wandert.

Geschrieben von

SHARE

Facebook
Twitter
Pinterest
Email
WhatsApp

Hashtags

Weiterlesen

Ein letzter Blick auf die Drei Zinnen, schön wars.

Abschied auf dem Monte Piana – #RoadToAlps

Vom Dürrensee aus führt ein Wanderweg auf den Doppelgipfel des Monte Piana/Monte Piano und damit direkt ins hart umkämpfte Herz des Ersten Weltkriegs in den Dolomiten. Das Freilichtmuseum auf seinem Plateau weiß von Schicksalen und bitterer Kälte zu berichten.

Bericht Lesen ⟶

Rund um die Drei Zinnen – #RoadToAlps

Es gibt viele markante Berge, die man sofort mit den Alpen in Verbindung bringt. Ähnlich dem Matterhorn hat bei den Drei Zinnen ein jeder sofort ihr Bild vor Augen. Eine kurzweilige Wanderung führt einmal um sie herum und darf bei keinem Besuch der Dolomiten fehlen.

Bericht Lesen ⟶

Ein Regentag in den Dolomiten – #RoadToAlps

Drei ganz unterschiedliche Kapitel Bergwelt bringen Abwechslung in den regnerischen Urlaubstag und lohnen eine genauere Betrachtung. Denn auch bei Regen lässt sich Vielfältiges in den Dolomiten entdecken. Ganz vorn mit dabei ist das Messner Mountain Museum „Ripa“ in Bruneck, das mehr als nur einen Besuch lohnt.

Bericht Lesen ⟶

Weitere Berichte

2019_tB_Logomarke_black_tB_marke_black

Diese Webseite verwendet Cookies.
Für eine uneingeschränkte Nutzung dieser Webseite werden Cookies benötigt. Einige davon erfordern eine ausdrückliche Zustimmung. Bitte akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können.

Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie im Bereich der Datenschutzerklärung.

Kein Abenteuer mehr verpassen!

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erfahren Sie vor allen anderen von bevorstehenden Veröffentlichungen, Neuigkeiten und exklusiven Gewinnspielen. Unregelmäßig versandt landen die Infos zukünftig auch in Ihrem Posteingang.
190425_tB_Titelseite